3.2. OffPage-Optimierung

sind Maßnahmen des Suchmaschinenoptimierungsprozesses, die von dem Seitenbetreiber nicht direkt beeinflussbar sind. D.h. sie werden nicht auf der Webseite, die optimiert werden soll, durchgeführt. Deshalb werden die auch als seitenfremde Faktoren bezeichnet. Als OffPage-Optimierung wird die Sammlung von externen Links, um das Ranking der Seite zu verbessern, bezeichnet.

3.2.1. Anhaltspunkte bei der Durchführung von OffPage-Optimierung

Die OffPage-Optimierung konzentriert sich darauf, eine möglichst gute Platzierung in den Suchmaschinen (vor allem in Google) zu erzielen. Dafür sind die passenden Instrumente notwendig. Diese werden innerhalb dieses Abschnittes des E-Skripts detailreich erörtert.

3.2.1.1. Externe Verlinkung

bezeichnet man die Verlinkung von verschiedenen Dateien und Dokumenten mit unterschiedlichen Domains, d.h. viele Links verweisen auf eine Webseite.

 a Linkbuilding (Linkaufbau)

ist die systematische Ansammlung von externen Links für eine Webseite, um so einen hohen PageRank und eine Top-Position in den Suchmaschinen zu erlangen.

b. Linktext

Eine entscheidende Rolle bei der Verlinkung der eigenen Seite spielt der Text, mit dem die Seite verlinkt wird. Der Linktext dient dazu, die thematische Zuordnung der Webseite von den Suchmaschinen zu ermöglichen. Er muss möglichst viele Keywords, die für die Seite relevant sind, enthalten. Wie man diese im Linktext einordnet, ist auch ein bedeutsames Element des Puzzles. Dabei soll darauf geachtet werden, dass die Hauptschlüsselbegriffe am Anfang des Textes eingeführt werden. Grundsätzlich wird eine Textlänge bis zu 5-7 Wörter empfohlen. Es wird angenommen, dass dieser Abschnitt des vorliegenden E-Skripts verlinkt werden sollte, dann wäre der folgende Linktext sehr passend:

z.B.: OffPage-Optimierung – Linktext, klicken Sie hier.

Eine andere sinnvolle Alternative wäre, natürlich nur dann, wenn diese aus Keywords besteht, den Domainnamen oder die URL als Linktext zu nehmen.

Nicht zu vergessen ist, die Tatsache, dass die Wiederholungen weder  von den Suchmaschinen noch von den Online-Benutzern mit Freude gesehen werden. Deshalb sollten sich die Linktexte zu der eigenen Webseite immer voneinander unterscheiden.

c. Linkposition im Content

Es ist schon bekannt, dass der Content der wichtigste Faktor für die Suchmaschinen ist, um eine Webseite thematisch richtig einzuordnen. Deswegen ist es besonders ratsam, ein paar Links innerhalb des Textes zu integrieren, denn diese werden dann höher gewichtet als diese Links, die sich am Rande der Seite befinden (Footerlinks). Die Footerlinks werden fast nicht wahrgenommen, werden aber eingebaut, damit sie Verknüpfungen zwischen Webseiten herzustellen. Diejenigen Links hingegen, die ihren Platz rechts und links von der Webseite haben, werden als zweitwichtigsten eingestuft.

Am besten wäre es, wenn innerhalb der Texte den Linkpartnern einen Link, der zu eigenen Seite führt, platziert wird.

d. Anzahl der Links

Die gesamte Sammlung der externen Links, die sich auf einer Webseite befinden, beeinflusst ebenfalls das PageRanking der Seite und bestimmt somit die Popularität.

Dabei wird zwischen drei Kriterien, die für die Suchmaschinen von Bedeutung sind, unterschieden:

  • Linkpopularität: bildet sich aus allen Backlinks. Das ist die Anzahl von Links, die auf die eigene Seite verweisen. Je häufiger eine Seite verlinkt wird, desto populärer ist sie und desto höherer fällt die Linkpopularität.
  • IP-Popularität: ergibt die Anzahl der Backlinks, die von unterschiedlichen IP-Adressen eingehen. Je mehr Links von verschiedenen Server auf die Webseite verweisen, desto höher das Page Ranking.

IP-Adresse: ist die numerische Adresse einer Webseite. Sie verhilft dem Browser, die Seite zu finden. Eine IP-Adresse besteht aus vier Zifferteilen, die voneinander mit Punkten getrennt sind. Zu jedem Zifferteil wird einen Block zugeordnet (von A bis D).

z.B.: IP 192.168.2.103

  Blöcke  A    B  C  D

  • Domainpopularität: impliziert die Anzahl von verschiedenen Domains, die auf die eigene Webseite verweisen. In diesem Fall werden alle eingehenden Links, die aus einer Domain kommen, als ein Ganzes betrachtet. Je höher die Domainpopularität, desto besser wird die Seite gelistet. Dies reflektiert positiv demzufolge auf den PageRank-Wert der Seite.

Mit verschiedenen Tools lässt sich die Popularität einer Webseite ganz einfach ermitteln, z.B. Link Popularity Check.

e. Google PageRank-Wert

Der PR-Wert der Suchmaschine Google ist ein besonders wichtiges Kriterium für die Einschätzung der Wichtigkeit einer Seite und für die Bewertung der Links. Für mehr Informationen siehe Lektion 1, Punkt 1.5. des vorliegenden E-Skripts.  

Die Suchmaschinenoptimierung ist keine Aufgabe, die nach ihrer Erledigung abgehakt werden kann. Sie ist vielmehr als eine komplizierte und zeitaufwendige Sportdisziplin zu betrachten, deren Regeln sich ständig verändern. Die Suchmaschinenoptimierer und die Webseitenbetreiber sind die Sportler, die eine Hochleistung zeigen müssen, damit sie erfolgreich die Finallinie überschreiten können, um dann blitzschnell in Startposition wieder zu kommen. Die Suchmaschinenoptimierung stellt einen ununterbrochenen Wettlauf gegen die Suchmaschinenrichtlinien, gegen die Konkurrenz, gegen die Originalität, die Fähigkeiten und die Strategien von den Mitspielern und gegen die Zeit, um eine möglichst schnell starke Internetpräsenz zu erreichen.

Als ein kontinuierlicher Prozess zählt bei der Suchmaschinenoptimierung jedes Detail. Von einem sinnvollen Konzept über die Auswahl der richtigen Keywords und Keywordskombinationen bis hin zu einer optimalen Gestaltung der OnPage-Faktoren und der Durchführung einer effektiven externen Verlinkung ist jeder Optimierungsschritt eine echte Herausforderung und vor allem eine notwendige Maßnahme, um sich zu eine gute Position in den Ergebnislisten der Suchmaschinen durchzukämpfen. Kein einziges Element der Suchmaschinenoptimierung darf unterschätzt werden, um eine Webseite Erfolg zu haben.