1.4. Entwicklung von Suchmaschinen

Die Geburtsstunde der Suchmaschine datiert vom Anfang der 90er Jahre des 20Jh. an der  McGill University in Montreal. Die erste Suchmaschine hatte der Name Archie. Die Aufgabe von Archie war, Informationen aus FTP-Dateien automatisch nach dem gefragten Begriff durchzusuchen und zu sammeln und diese dann den Benutzern zur Verfügung zu stellen. Ab 1992 war Archie die wichtigste Suchmaschine im World Wide Web. Im Laufe der Zeit aber verlor Archie an Bedeutung, da sie quasi keine Texte durchchecken konnte, sondern nur Ordner und einzelnen Dateien. Im Grunde genommen besteht darin das Problem und demzufolge der Grund, warum heutzutage die FTP-Suchmaschinen nicht attraktiv für die Netzbenutzer sind. Zu finden sind diese ursprünglichen Suchmaschinen immer noch ausschließlich innerhalb eines Universitätsbereichs.

Ein Jahr später (1991) wurde in Minnesota eine Software zur Anwendung gebracht. Sie trug den Namen Gopher. Gopher ermöglichte die Durchsuchung einer enormen Datenbankmenge über eine menügesteuerte Oberfläche, die Veronica (Very Easy Rodent- Oriented Netwide Index to Computerized Archives) hieß. Einmal im Monat checkte die Software die Universitätsverzeichnisse und aktualisierte die bestehenden Kataloge. In Wirklichkeit war Gopher eine elektronische Vernetzung der Informationsserver der University of Minnesota.

Im Frühjahr 1993 wurde der erste Suchrobot, passend zu dem gerade entstandenen World Wide Web, von einem Studenten programmiert – The Wanderer. Er durchsuchte den Web-Raum zweimal im Jahr und katalogisierte die Ergebnisse und man konnte ihn kostenlos benutzen. The Wanderer stellt eigentlich der Vorfahrer der heutigen Suchmaschinen im Netz. Seitdem wird eine rasche Entwicklung der Suchmaschinen beobachtet.

Wieder im Frühjahr aber diesmal 1994 startete die Suchmaschine WebCrawler im Internet. Sie wurde dann 1995 von AOL gekauft und ein Jahr später an Excite weiterverkauft.

Im 1994 wurde auch die Suchmaschine Lycos online gestellt. Sie war aber etwas anders als ihre Vorgängerinnen. Der Unterschied bestand darin, dass Lycos nicht nur die Worthäufigkeit der Suchbegriffe innerhalb einer Webseite untersuchte, sondern berücksichtigte auch die Nähe von Suchbegriffen untereinander.

Der Start der bekannten Suchmaschine Yahoo! liegt auch im Jahr 1994. Sie wurde von zwei Studenten der Stanford University entwickelt und war eine persönliche Sammlung von Webseiten. Die ursprüngliche Idee von den Beiden war, ein System zur Verwaltung der Links zum eigenen Zwecken zu entwickeln. Da aber die  Linkssammlung immer umfangreicher wurde, sollten die beiden Studenten ein bestimmtes Konzept entwickeln, um mehr Übersichtlichkeit zu erreichen. Das haben sie durch eine Linksgliederung in Kategorien und Unterkategorien realisiert.

Im Jahr 1995 wurden die ersten Suchmaschinen konzipiert, die zu kommerziellen Zwecken deinen sollten, z.B. AltaVista, Infoseek oder Excite. Diese wurden anstatt von Universitäten von Firmen entwickelt.

Ein Jahr später (1991) wurde in Minnesota eine Software zur Anwendung gebracht. Sie trug den Namen Gopher. Gopher ermöglichte die Durchsuchung einer enormen Datenbankmenge über eine menügesteuerte Oberfläche, die Veronica (Very Easy Rodent- Oriented Netwide Index to Computerized Archives) hieß. Einmal im Monat checkte die Software die Universitätsverzeichnisse und aktualisierte die bestehenden Kataloge. In Wirklichkeit war Gopher eine elektronische Vernetzung der Informationsserver der University of Minnesota.

Drei Jahre später (am 7. September 1998) startete die größte Suchma-schine bis jetzt Google ihre Arbeit. Google konnte durch hohe Ge-schwindigkeit, gut gestaltete und damit sehr übersichtliche Oberfläche sowie durch die Wichtigkeit der Ergebnisse eine enorme Zahl von Benutzern zu gewinnen, die heute noch ständig wächst.

Die jüngste Suchmaschine ist die im Juni 2009 in Betrieb genommene Suchmaschine Bing. Der Entwickler ist Microsoft Corporation.

Die kurze aber dafür sehr dynamische Geschichte der Entwicklung von Suchmaschinen zeigt ein enormes Potenzial für eine noch rasantere Weiterentfaltung der Suchmaschinen.

Ob Google weiterhin als Vorreiter und als führende Suchmaschine tätig sein wird, wird nur die Zeit zeigen. Eindeutig ist aber die Tatsa-che, dass es Beispiele für Suchmaschinen gibt, die vor ungefähr 10 Jahre programmiert wurden, aber keiner weiß heute was von diesen. Genauso wahrscheinlich ist es, dass Google von einer innovativen Suchmaschine ersetzt werden könnte. Dieser theoretischen Gefahr zu entgehen, entwickelte sich Google nicht bloß zu einer sehr erfolgrei-chen Suchmaschine, sondern eher zu einem großen und mächtigen Unternehmen. Außer Suchmaschinendiensten bietet Google eine ganze Reihe von weiteren Leistungen wie Google Bilder, Google Maps, Google Kalender, Google Mail, Google Übersetzer usw. Darüber hi-naus stellt Google auch einige kostenlose Software zur Verfügung wie Google Desktop oder Picasa (Programm zur Bilderbearbeitung). Diese enorme Vielfalt von Dienstleitungen, die Google liefert und an-dauernd modernisiert, ist der exzellenten Marketing-Strategie des Un-ternehmens zu verdanken. Das Hauptziel von Google richtet sich nach einer vollen Digitalisierung aller Lebensbereiche. Sogar im Duden hat sich Google einen Platz verschafft. Immer öfters benutzt man das Wort „googeln“ anstatt Wörter wie „suchen“ oder „recherchieren“ zu verwenden.

Unstreitbar ist die Tatsache, dass die World Wide Web-Inhalte immer umfangreicher und komplexer werden. Keiner weiß welche Ausmaße diese Innovationsgeschwindigkeit nehmen würde und was für Such-maschinen in der Zukunft programmiert werden würden. Man muss sowohl die täglich entstehenden Tausende oder sogar Millionen Web-seiten als auch die ununterbrochene Aktualisierung der bestehenden Datenbanken berücksichtigen, um eine leistungsstarke und benutzer-orientierte Suchmaschine der Zukunft ins Leben zu rufen.