1.5. Die aktuellste Suchmaschine – Google

In diesem Punkt wird einen kurzen Überblick über die aktuellste und meist verwendete Suchmaschine gemacht: Google.

Google ist heutzutage die bekannteste Suchmaschine im Netzwerk, die im Jahre 1998 von Sergey Brin und Larry Page programmiert wurde. Die etymologische Herkunft der Bezeichnung wird von einer interessanten Geschichte erklärt, die sich 1938 in den USA abgespielt hat. Der Mathematiker Edward Kasner wurde damit beauftragt, eine passende Bezeichnung für eine Zahl, bestehend aus einer Eins mit Hundert Nullen (10100), auszudenken. Diese spannende Aufgabe hat Kasner seinem Neffen Milton Sirotta weitergegeben. Dieser hat sich für diese große Zahl den Begriff „googol“ ausgedacht. Da Google eine Suchmaschine ist, die eine enorme Menge von Daten und Informationen liefert, wollten die Google-Gründer einen Namen haben, der diese einzigartige und umfangreiche Dienstleistung von der Suchmaschine zum Ausdruck bringen kann. So entstand in einem Wortspiel mit der Bezeichnung „googol“ das Wort „Google“ (es gibt sogar Spekulationen, dass es sich um einen Rechtsschreibefehler handelt.).

Wie funktioniert die Suche mit Google? Mit Hilfe von einem WebCrawler folgt die Suchmaschine die Links und nimmt auf diese Weise möglichst viele Webseiten in der Datenbank auf, die weiterhin nach Suchwörter und Schlüsselbegriffe unterkategorisiert werden. Wie jede andere Suchmaschine besitzt Google einen eigenen Algorithmus, der streng geheim gehalten wird. Bekannt ist nur, dass Google die gefundenen Ergebnisse nach Relevanz sortiert. Die Sortierungsmethode bezieht sich auf ein patentiertes Verfahren, das nach einer Berechnung den sogenannten PageRank-Wert bewertet und gewichtet.

PageRank-Algorithmus: eine Bewertungs- und Gewichtungsmethode, um alle Daten im Netz aufgrund ihrer Struktur zu sortieren. Das Prinzip besteht darin, die Popularität der Webseite und ihre Inhalte festzustellen. D.h. je mehr Links zu einer bestimmten Internetseite hinführen, desto mehr Gewicht weist sie auf. Das hohe Gewicht einer Seite katapultiert sie vorne in der Ergebnisliste.

Der PageRank-Wert liegt auf der Skala von 1 bis 10.

Dieser Wertigkeitsalgorithmus wird kontinuierlich erweitert und immer wieder auf seine Richtigkeit geprüft. Obwohl der PageRank-Kriterium der Bedeutendste für die Sortierung von Webseiten ist, sind auch weitere Kriterien vorhanden, z.B. die Aktualität der Seite, der Domainname, der gegliederte Inhalt, die Überschrift, die ausgehenden Links oder die Listung bei den Web-Katalogen. Die Berücksichtigung von allen diesen Kriterien ist ein Muss für die Suchmaschinenoptimierer, wenn sie eine gute Platzierung einer Internetseite in der WWW-Welt erreichen wollen.

Natürlich kann man nicht erwarten, dass Google alles zeigt, was gewünscht wird, da es weiterhin politische Hindernisse aufgrund des Datenschutzes bestehen. In manchen Ländern (z.B. die Schweiz) können einzelnen Privatpersonen sogar das Löschen eines Links von der Google-Liste fordern, falls er auf irgendeine Art und Weise in Zusammenhang mit dieser Person kommt. Außerdem führt Google seit Jahren eine Bereinigung von Webseiten durch, die unzulässigen Meinungsäußerungen vor allem mit politischem Charakter enthalten. Mit Hilfe von einer Filtertechnik werden die Internetseiten von kindergefährdenden, pornografischen und politisch extremistischen Inhalten gereinigt.

Die Google-Suchmaschine hat sich zu einem sehr erfolgreichen Unternehmen entwickelt und gehört zu den einflussreichsten Firmen auf der Welt. Deshalb ist es absolut nachvollziehbar, dass Google eine Zielscheibe für den sogenannten Suchmaschinen-Spamming (Search Engine Spamming) ist. Suchmaschinen-Spamming meint die Versuche, eine Webseite gut zu platzieren, wenn man unter einem Suchbegriff möglichst viele Suchbegriffe auflistet. Eine andere denkbare Methode von Spamming wäre, die Seite unter einem bestimmten Begriff zu listen, der eine Vorderposition garantiert, obwohl der Begriff nichts mit dem Inhalt dieser Seite hätte.

Google bezeichnet den Suchmaschinen-Spamming als Google-Bombing.

Fast 90% des Marktanteils bei den Suchmaschinenanfragen sind in den Händen von Google Inc. konzentriert. Wegen dieser Monopolstellung und immer wieder auftretenden Datenschutzprobleme wird an Google massive Kritik geübt. Darüber hinaus verbünden sich andere großen Suchmaschinen im Kampf gegen Google. Im Sommer 2009 haben sich Microsoft und Yahoo auf eine umfangreiche und enge Kooperationsarbeit verständigt. Die Zusammenarbeit äußert sich in zwei Aspekten. Zum einen wird Microsoft Corporation weiterhin die Internetsuche von Yahoo! über die neu programmierte Suchmaschine Bing durchführen, und zum anderen übernimmt Yahoo! die Werbevermarktung für die beiden Unternehmen.