3.1.1.1. Auswahl des Domainnamens

Eine Domain dient dazu, eine Internetseite identifizieren zu können. Sie besteht aus einem individuell ausgedachten Seitennamen, gefolgt von einem Punkt und endend mit einer länder- oder organisationsspezifischen Bezeichnung wie .de (für Deutschland), .eu (für Europäische Union), .org (für Organisation) oder .com / .biz (noch Toplevel-Domain (TLD) genannt) u.a.

z.B.: http://www.onlineshopmanager.de

Im Netz hat jede einzelne Domain eine eigene IP-Adresse, die quasi die gleiche Funktion wie eine Postschrift erfüllt. Mit Hilfe der IP-Adresse werden die Informationen vom Absender zu einem bestimmten (vordefiniert durch die IP-Adresse) Empfänger gebracht, wobei jede IP-Adresse einen einzelnen Besitzer bzw. eine Gruppe von Besitzern haben kann.

Die Auswahl des Domainnamens ist eine heikle Angelegenheit, die viel Zeit und Geschicklichkeit erfordert. Dabei müssen viele entscheidende Punkte nicht übersehen werden. Vor allem muss der Domainname das Unternehmen oder das bestimmte Produkt zur Erscheinung bringen. Ein Name, der klar und leicht zu merken ist, macht den ersten Schritt zu einem erfolgreichen Geschäft. Falls der Domainname mehrere Wörter enthalten soll, muss man darauf achten, dass unter denen unbedingt ein Keyword vorkommt.

z.B.: www.tiefbau-diesiebenzwerge.de (wenn es sich um eine Tiefbaufirma handelt)

Es ist vom Vorteil, wenn ein Keyword innerhalb der Domain auftritt, denn diese zeigt sich besonders wichtig bei der Bestimmung des Rankings der Webseite. Je mehr Keywords in dem Domainnamen enthalten sind, desto höher wird die Seite bei den Suchergebnissen gelistet. Darüber hinaus benutzen die Meisten bei der Verlinkung einer Seite nur den Domainnamen als Linktext.

Die Wahl und die Gestaltung eines Domainnamens sollen mit viel Geschmack und Ästhetik gemacht werden, da er vor allem die potenzielle Kundschaft beeindrucken soll. Ob man einen Domainnamen, der aus mehreren Wörtern besteht, zusammenschreibt oder diese mit Punkt oder Bindestrich voneinander trennt, ist eine persönliche Entscheidung. Das Ausschlaggebende dabei ist die Frage, welche Auswirkung der Domainname bei den Kunden auslösen wird. Hier sind ein paar nützlichen Tipps zu berücksichtigen:

  • Wenn der Domainname aus den persönlichen Vor- und Nachnamen des Inhabers einer Firma besteht, dann sollte man diese zusammenschreiben. Ein Bindestrich ist dann vom Vorteil, wenn die Grenze zwischen den beiden nicht deutlich ist (z.B. wenn zwei Vokale aufeinanderstoßen).
  • Wichtig ist, dass der Domainname in einem engeren Zusammenhang mit dem Inhalt der Webseite steht.
  • Es muss eine relativ kurze Länge des Domainnamens gestrebt werden (höchstens 15 Zeichen), da die längeren Namen sehr unseriös wirken und oft entwertet werden. Am optimalsten wäre es, wenn die Domain aus zwei Keywords besteht, die miteinander durch einen Bindestrich verbunden sind. Auf diese Weise wird jedes Keyword für sich selbst bewertet.
  • Domainnamen, die identisch mit Namen von Prominenten oder Marken sollen unbedingt vermieden werden, damit unnötige juristische Auseinandersetzungen ausgeschlossen bleiben.
  • Außerdem muss man bei dem Ausdenken eines Domainnamens die rechtlichen Hintergründe nicht aus dem Auge verlieren.

Eine sinnvolle Endung der Domain hängt von dem Inhalt der Webseite. Die TLDs .com oder .biz eignen sich für solche Seiten, die geschäftliche Inhalte präsentieren oder an das internationale Publikum gerichtet sind. Weisen sie aber vor allem einen Informationscharakter auf, passt die Endung .info am besten. In den meisten Fällen bekommen die Organisationen eine TLD .org am Ende.

Die meiste verwendete Domainendung ist nach Länderzugehörigkeit zu bestimmen, z.B. in Deutschland ist das .de.

Diese Vielfältigkeit von TLDs bietet eine große Flexibilität. Angenommen der Wunschdomainname sei schon vergeben, dann könnte man für sich den ursprünglich gewünschten Domainnamen beibehalten, aber dafür eine andere Toplevel-Domain-Endung (unterschiedlich von der Endung der schon registrierten Domain) auswählen.

Besonders empfehlenswert ist bei der Auswahl von Keywords zu mehreren Keywordsdatenbanken zu greifen, um eine Keywordsuntersuchung durchzuführen, mit dem Ziel, die bestmöglichste Wahl zu treffen.